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Das Museum für brandenburgische Kirchen- und Kulturgeschichte des Mittelalters auf der Bischofsresidenz Burg Ziesar wird gefördert durch den Landkreis Potsdam-Mittelmark.

   

Sonderausstellung
"RAUBRITTER UND SCHÖNE MADONNEN"
Die Quitzows im Bild der märkischen Geschichte
15. Sept. - 14. Dez. 2011

                   Ausstellungsverbund mit Berlin, Potsdam      

zur Bildergalerie von der Eröffnung

RAUBRITTER UND SCHÖNE MADONNEN      -    Die Quitzows im Bild der märkischen Geschichte

Die „Raubritter“ in Brandenburg haben einen Namen: die Quitzows! Bei ihnen handelt es sich aber nicht etwa um die ganze Familie, sondern nur um zwei Personen, die Brüder Dietrich (um 1366 -1417) und Johann (um 1370 -1437) von Quitzow. Ihre Auseinandersetzungen mit dem Hohenzollern Friedrich I. am Beginn des 15. Jahrhunderts sind legendär. Bis heute gelten sie als Gegner von Recht und Ordnung, als Bedrücker der Mark. Erst mit der Übertragung der Statthalterschaft an den Hohenzollern Friedrich 1411 änderten sich diese Verhältnisse. Durch die Beschießung der Burgen Friesack und Plaue mit Hilfe der „Faulen Grete“, einer schweren Steinbüchse, warf er die Empörer 1414 nieder. Hier schlug die Geburtsstunde des brandenburgisch-preußischen Staates, hier entschied sich Brandenburgs und schließlich auch Deutschlands Schicksal – so die im 19. Jahrhundert gängigste Interpretation der Ereignisse.

Als Teil des Hohenzollernkults erfuhr dieses Geschichtsbild in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in der Literatur, Kunst und Publizistik vielfältige Verbreitung und Popularisierung. Autoren wie Karl Friedrich Klöden, Karl May, Theodor Fontane, Ernst von Wildenbruch oder Maler wie Josef Scheurenberg und viele andere haben ihren Teil dazu beigetragen. Die Entstehung und Entwicklung sowie der Wandel dieses Geschichtsbildes stehen im Mittelpunkt der Ausstellung. Handschriften von wichtigen brandenburgischen Geschichtsschreibern werden ebenso zu sehen sein wie militärische Ausrüstungsgegenstände oder ein Geschütz aus der Zeit um 1400.

Ein zweiter Schwerpunkt ist die Familiengeschichte. Hier werden seltene Exponate gezeigt: so Briefe der Quitzow-Brüder aus der Zeit um 1400, die Quitzow- Scheibe aus Premslin vom Ende des 16. Jahrhunderts, von der Familie gestiftete Bücher oder Porträts einzelner Familienmitglieder.

Die Besucher sind eingeladen, sich ein eigenes Bild darüber zu machen, ob die Quitzows ihren negativen Ruf zu Recht besitzen.

Zeitraum: 15. September bis 14. Dezember 2011

Öffnungszeiten:  Täglich außer montags geöffnet von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr
                                                         ab Oktober: von 10.00 Uhr bis 16.00 Uhr

Eintrittspreise: 5,-€ pro Person; ermäßigt: 2,50 €

Führungen nach Anmeldung                                                                         

Veranstaltungen:

Do., 6. Oktober, Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 19.00 Uhr
Vortrag „Die Quitzows im Bild der märkischen Geschichte“
Dr. Clemens Bergstedt

Mi., 19. Oktober, HBPG in Potsdam, 19.00 Uhr
Vortrag „Die Quitzows im Bild der märkischen Geschichte“
Dr. Clemens Bergstedt

Förderer der Ausstellung:

Land Brandenburg, MWFK
Landkreis Potsdam-Mittelmark
MBS in Potsdam
E.ON edis AG
Hartmann AG
EMB Energie Mark Brandenburg GmbH
Fiener Agrargenossenschaft Ziesar-Bücknitz
Fabian von Ostau
Feuersozietät VSAG, Bernd Altenkirch
Alexander von Stechow
Friedrich-Leopold von Stechow